Aromakunde

Altbewährte Rituale

Räucherzeremonien begleiten die Menschheit schon seit der Entdeckung des Feuers. Nahezu alle Kulturen hatten bzw. haben den Brauch in ihrem Repertoire. Im Volksglauben stand winterliches Räuchern für das Vertreiben böser Krankheitsdämonen. Heute wissen wir, dass der Rauch desinfizierende Wirkung hat.

Ob Weihrauch und Myrrhe aus dem Morgenland oder Lavendel und Beifuß aus dem Garten  –  Harze,  Kräuter und Hölzer setzen in der Glut des Feuers ihre Heilkräfte frei. Deshalb wurde auch bis in die Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts mit Tannenharz gegen Husten und Bronchialerkrankungen geräuchert. Omas Tipp, dass verglosender Salbei gegen Küchengerüche wirkt, ist so aktuell wie eh und je. Und die Sonnenpflanze Johanniskraut ist und bleibt mit ihren stimmungsaufhellenden Eigenschaften ein All-Time-Favorit. Räuchern stellt dabei die ursprünglichste Form der Aromatherapie dar.